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Stand: 23.07.2015

Pressemitteilung

Melodien wecken Erinnerungen

Musikverein 1974 unterhält Bewohner*innen im Haus St. Matthias Schifferstadt

Es war im Jahr 2015, als Pia Darmstädter zum ersten Mal mit ihren Querflötenschüler*innen des Musikvereins 1974 Schifferstadt im Caritas-Altenzentrum St. Matthias mit fröhlichen Melodien unterhielt. Mittlerweile ist der Besuch der Gruppe zur liebgewonnenen Tradition für beide Seiten geworden. Am Montag packten die examinierte Querflötistin und ihre Nachwuchskünstler*innen wieder ihre Instrumente im Haus für demenziell erkrankte Menschen aus und nahmen diese mit auf eine Reise durch Film und Fernsehen.

Musikverein Haus St. Matthias Schifferstadt

Beim rhythmischen Einstieg durch die Titelmelodie von „Miami Vice“ wurden die Triebwerke in der Fantasie angeworfen, bevor die Senior*innen mit dem Ensemble auf ein ungewöhnliches Transportmittel aufsattelten. Mit der „Biene Maja“ hoben die Zuhörer*innen ab, landeten kurz darauf in „Dallas“, um direkt wieder den Ausblick „Über den Wolken“ zu genießen, bevor die nächste Station – die Sesamstraße – auf sie wartete.

Über die „Lindenstraße“ kamen die Vortragenden und ihr Publikum am „Tatort“ an, bevor sie sich noch ein wenig im „Großstadtrevier“ verweilten. Aufmerksam verfolgten die Bewohner*innen des Hauses St. Matthias das Querflötenspiel der Jugendlichen, die von Darmstädter auf dem Keyboard begleitet wurden. Gefallen fanden alle an der kurzweiligen Abwechslung, die so schön ins Ohr ging.

Für Arletta Groß, Bereichsleiterin des Sozialen Dienstes, war das kleine Konzert am Nachmittag mit einem besonderen Gänsehautgefühl verbunden. „Eine Dame, die sonst nicht redet, hat ein paar Zeilen mitgesungen“, nannte sie ein Beispiel dafür, welche Wirkung die Musik auf die Frauen und Männer hat.

Musikverein 1974 unterhält Bewohner*innen im Haus St. Matthias Schifferstadt

Bei der Vorbereitung der Konzerte achtet Darmstädter darauf genau. „Ich stimme die Stücke bewusst auf die Lebenswelt der Älteren ab und überlege mir, wo Erinnerungen wach werden könnten“, erklärte sie die Konzeption. Die unheimliche Ruhe, mit der die demenzkranken Menschen dem Auftritt folgten, zeigte Darmstädter, dass die Auswahl auch an diesem Montag richtig gewesen ist. „Alle waren sehr aufmerksam“, stellte sie zufrieden fest. Ob beim Zuhören oder aktiven Mitsingen: Bei den Bewohner*innen sorgte die Musikreise für glückliche Momente.

Ihren Ursprung haben die zwischenzeitlich jährlich wiederkehrenden Darbietungen in einem großen Projekt, das vor vier Jahren gestartet wurde. Mit der Querflöte begleitete der Musikverein die Bewohner*innen des Hauses St. Matthias durch die Jahreszeiten. „Die vier Konzerte damals sind so gut angekommen, auch bei den Schüler*innen, dass wir gesagt haben, das behalten wir bei“, berichtet Darmstädter. In wechselnder Besetzung sei das Ensemble des MV 1974 zu Gast. „Wir waren auch schon mit 15 Personen hier“, verrät die Leiterin. Für die Musiker*innen sei es toll, die positive Resonanz zu erleben, die ihnen im Haus St. Matthias entgegenschlägt. Mit viel Applaus wurden die Mitwirkenden auch diesmal bedacht. „Vielen Dank für die Blumen“, antworteten die Querflötenspieler*innen nochmals musikalisch, bevor sie im Stil von Paulchen Panther versicherten: „Wir kommen wieder, keine Frage.“

Für die Instrumentalisten Olivia Bohrer, Felix Erdelmeier, Sarah Häusler, Livia Laufer, Helen Ohnheiser und Amalia Willand gab es Popcorn als Dankeschön von Arletta Groß. Darmstädter freute sich über die Blumen als gebundene Version in den Händen und als flüssige Variante in der Flasche.

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