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Stand: 23.07.2015

Pressemitteilung

Der Umzug in das neue "Haus St. Matthias" ist geschafft

Genau zum geplanten Umzugstermin ist der Neubau neben dem Caritas-Altenzentrum St. Matthias in Schifferstadt nach zwölf Monaten Bauzeit fertig geworden. Die 23 Senioren, die noch im alten Gebäude wohnten, konnten ihre neuen Zimmer beziehen. Das Caritas Altenzentrum St. Matthias in seiner bisherigen Form, in dem einst 110 Senioren wohnten, gibt es nun nicht mehr. Stattdessen ist das neu eröffnete „Haus St. Matthias“, das sich auf die Betreuung von Menschen mit fortgeschrittener Demenz spezialisiert hat, in Betrieb.

Es ist das erste Gebäude eines geplanten Ensembles von insgesamt fünf Gebäuden, die nach und nach fertig gestellt werden. Das „Haus St. Matthias“ ist kein eigenes Altenzentrum, sondern eine Außenstelle des Caritas-Altenzentrum St. Bonifatius in Limburgerhof, und ist somit Teil der größten Pflege-Einrichtung in der Diözese Speyer.

Umzug in das neue 'Haus St. Matthias'

Christian Hassa, dem Leiter von St. Bonifatius war die Freude anzusehen, als er die Bewohner bei ihrem Umzug vom alten in das neue Gebäude begleitete. Jeden einzelnen Bewohner hieß er persönlich in den neuen Räumen willkommen, ebenso die knapp 20 Mitarbeiter des alten Gebäudes, die nun auch im neuen Haus beschäftigt sind. „Es ist ein bewegender Moment für mich. Ich weiß, dass es auch für Sie sehr bewegend ist“, sagte er beim Sektempfang in der neuen Wohnküche. Er wünsche sich, dass die Begegnungen der Menschen jeden Tag aufs Neue eine Kraftquelle seien. Er dankte Annette Schenk, der bisherigen Leiterin von St. Matthias, und Pflegedienstleiterin Michaela Merbt für ihren unermüdlichen Einsatz bei der Vorbereitung des Umzugs. „Du hast nun den Goldschatz: die Bewohner, Mitarbeiter und Angehörigen von St. Matthias. Bewache ihn gut!“, sagte Annette Schenk, die ab Oktober Timo Kittler als neue Leiterin des Caritas Altenzentrum St. Elisabeth in Germersheim ablöst.

Die Bewohner wurden in den letzten Tagen immer wieder auf den bevorstehenden Umzug vorbereitet. Sie haben die neuen Räume schon besichtigt und durften sich ihre Zimmer aussuchen. „Für manche war der Ausblick auf den benachbarten Fußballplatz sehr wichtig“, erzählt Hassa. Trotzdem war ihnen die Aufregung am Umzugstag anzumerken.

Gemeinschaftsraum im Neubau

Im neuen Haus Matthias gibt es zwei Wohnbereiche für je zwölf Bewohner, die alle in modernen Einzelzimmern untergebracht sind. Die Aufenthaltsbereiche sind gemütlich eingerichtet, das Licht angenehm hell, aber nicht aggressiv oder gar blendend. Jeder Wohnbereich hat eine Terrasse oder einen Balkon. Der Sinnesgarten, in dem die Bewohner die Natur genießen können, werde noch angelegt, erklärt Hassa. Bei der Planung des Hauses sind die neuesten Erkenntnisse zum Krankheitsbild Demenz eingeflossen. So spielen Farben eine wichtige Rolle.  Sie sollen in den Aufenthaltsbereichen vor allem Gemütlichkeit und Geborgenheit vermitteln. Im Erdgeschoß dominiert ein warmes Orange, im ersten Stock Sonnengelb. Weiße Wände gibt es in den öffentlichen Räumen nicht. „Weiß kann aggressiv machen“, erklärt Hassa. Die Wände um die Zimmertüren herum sind in unterschiedlichen Pastelltönen gehalten, passend dazu ist eine Wand in den Einzelzimmern gestrichen. An den Türen hängen unter den Namensschildern Bilder, die für die Bewohner eine Bedeutung haben: ein Pferd bei einer ehemaligen Reiterin, eine Pfeife bei einem passionierten Pfeifenraucher. So können sich die dementen Bewohner besser orientieren. Türen zu Funktionsräumen sind dagegen im gleichen Farbton wie die Wand und der Türrahmen gehalten. Für die Bewohner verschwimmen sie so mit der Wand, werden uninteressant.

Karl-Ludwig Hundemer segnet die neuen Räume

Im Wohnbereich können sich die Bewohner frei bewegen. „Wir wollen niemanden in seiner Freiheit einschränken“, sagt Hassa. „Freiheitsentziehende Maßnahmen sind die schlechteste Lösung überhaupt, die man einem Menschen antun kann.“ Er möchte ein offenes Haus haben. Tagsüber kann jeder hineinkommen und das Haus auch verlassen. Allerdings sind kleine Hindernisse eingebaut. Wer den unauffällig an der Wand angebrachten Türöffner nicht findet, muss die Tür mit viel Körperkraft aufziehen. Ein Sensor am Arm von besonders weglaufgefährdeten Bewohnern informiert die Pflegekräfte, wenn der Bewohner versucht das Haus zu verlassen. Die Pflegezimmer sind modern eingerichtet. Die Betten lassen sich auf 28 Zentimeter Höhe absenken. Die gefürchteten Stürze aus dem Bett sind so kein Thema mehr.

Christian Hassa mit einer Bewohnerin

Mit dem neuen „Haus St. Matthias“ habe man den Spagat zwischen Hightech und Funktionalität, der für die Pflege wichtig ist, und Geborgenheit und Ruhe, die den Senioren wichtig sind, gut bewältigt, sagt Hassa.  „Wichtig ist: Am Ende des Tages muss immer der Mensch im Mittelpunkt stehen.“

 

 

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