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Stand: 23.07.2015

Pressemitteilung

Das Allerheiligste aus der Kapelle getragen und das ewige Licht gelöscht

Profanierung der Kapelle 1

Mit mehr als einem Hauch Wehmut ist am Samstagnachmittag der letzte Gottesdienst in der Kapelle des Altenzentrums St. Matthias am Schwanenweiher in Schifferstadt gefeiert worden. Gleichzeitig war dies der Abschiedsgottesdienst für die verbliebenen indischen Schwestern der Kongregation Mariä Heimsuchung aus Kerala in Südindien. Nach Abschluss des Gottesdienstes wurden Kapelle und Altar profaniert.

Grund für die Profanierung war der schrittweise Rückbau des bisherigen Altenzentrums, wobei direkt daneben auf dem gleichen Grundstück bereits der Nachfolgebau wächst.

Die Kirchenbänke reichten bei weitem nicht aus, um alle Gottesdienstbesucher aufzunehmen, obwohl man, was an zusätzlichen Stühlen Platz bieten konnte, herbeigeschafft hatte. Viele feierten den Gottesdienst im Foyer des Altenzentrums stehend hinter den weit geöffneten Türen mit. Es waren nicht nur die Bewohner von St. Matthias, soweit es ihre Gesundheit zuließ, und die Mitarbeiter gekommen, sondern auch viele Gäste, Angehörige und Nachbarn, die in der Vergangenheit die Gottesdienste in der Kapelle mitgefeiert hatten.

Es zelebrierte Domkapitular Karl-Ludwig Hundemer, Vorsitzender des Caritasverbandes der Diözese, zusammen mit Pfarrer Dr Georg Müller von der Pfarrei Edith Stein in Schifferstadt, sein Vorgänger, Dekan Peter Nirmaier, und Kooperator Pfarrer Albrecht Effler.

Verabschiedung Indischer Schwestern

In seiner Predigt schlug Domkapitular Hundemer die Brücke von den Schriftlesungen des Tages - es war das Fest Johannes des Täufers - zu der Aufgabe des Alten, nämlich der Kapelle, hin zu dem Aufbruch der Schwestern ins Ungewisse zu neuen Aufgaben.

Noch drei der Schwestern von ursprünglich sechs waren hier, die Oberin Schwester Ann, Schwester Gricy und Schwester Elsa. Sie haben einen neuen Wirkungsort in Worms. Drei weitere Schwestern haben das Haus schon früher verlassen. Der Orden arbeitet weltweit im Sozial- und Gesundheitsbereich mit dem Schwerpunkt Frauen und Kinder. Mit einem festlichen Empfang wurde nach dem Gottesdienst die Verabschiedung fortgesetzt.

Profanierung der Kapelle 8

Für die Kapelle war nach fast fünfzig Jahren nun ebenfalls das Ende gekommen. Nach dem Schluss-Segen verlas Domkapitular Hundemer das Profanierungsdekret von Bischof Karl-Heinz Wiesemann für Kapelle und Altar. Der Tabernakel wurde geöffnet und das Allerheiligste aus der Kapelle getragen, das Ewige Licht gelöscht. Auch die Altarreliquien sind an einen anderen Ort zu bringen. Kapelle und Altar gelten nun nicht mehr als geweiht.

 

 

Text: Andrea Dölle
Fotos: Klaus Venus

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